Das Zahnimplantat

Im Regelfall ist ein Implantat eine Schraube mit einem Durchmesser von drei bis fünf Millimetern und einer Länge von etwa 14 Millimetern. Diese Befestigung für den späteren Zahnersatz übernimmt die Funktionen einer natürlichen Zahnwurzel. 

Je nach Hersteller haben die „Schrauben“ eine verschieden große Anzahl an Windungen, die das Implantat im Knochen verankern und eine zusätzliche Stabilität für den Zahnersatz leisten. Das Ziel ist es, ein möglichst stabiles Implantat im Kiefer zu setzen, denn generell gilt: Je stabiler ein Implantat eingebracht ist, desto komplikationsloser verläuft der Einheilungsprozess.

Die Imitation der natürlichen Zahnwurzel sorgt ebenso für eine gleichmäßige Kräfteverteilung auf den umliegenden Knochen. Je mehr Kontakt zum Knochen besteht, desto sicherer sitzt das Implantat im Kiefer. Daher wird die Oberfläche von modernen Implantaten durch eine spezielle Sandstrahlung angeraut und so vergrößert.

Das Implantat und die Krone

Implantate bestehen aus Titan, einem der stabilsten Werkstoffe überhaupt. Es treten nahezu nie Defekte am Implantat oder Allergien auf. Die Krone, also der sichtbare Teil wird mit dem prothetischen Aufbau am Implantatgewinde verankert. 

Setzen des Implantates

Wir setzen pro Jahr etwa 350 Implantate und gemäß unserer Erfahrung ist der kleine Eingriff weniger traumatisch.

Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung ist somit völlig schmerzlos. Bei Angstpatienten besteht die Möglichkeit den Eingriff in einem Dämmerschlaf oder auch in Vollnarkose durchzuführen.

Im Nachgang zum Eingriff kann es zu lokalen Schwellungen und geringen Schmerzen kommen. Sie erhalten von uns ein Rezept über Schmerzmittel und auch ein Antibiotika. Nach etwa einer Woche sind Sie im in der Regel wieder völlig fit.

Nach dem Einsetzen des Implantates ist eine sogenannte „Primärstabilität“ gegeben. Das bedeutet, dass ein Entfernen nur unter großem Kraftaufwand möglich wäre. Die Festigkeit aber noch nicht für die hohe Belastung beim Kauen ausreichen ist.

Nach etwa drei Monaten ist im Unterkiefer und nach vier Monaten im Oberkiefer die finale Stabilität gegeben, um mit dem Aufbau der Krone zu beginnen.

Ein Zahnimplantat benötigt eine Grundsubstanz im Kiefer, um stabil festwachsen zu können. Ein Zahnverlust, der in weiterer Vergangenheit liegt, kann durch die geringere Belastung zum Abbau des Knochens geführt haben.

In diesem Fall könnte ein Knochenaufbau notwendig werden.

Fehlt nur wenig an Substanz, dann kann der Knochenaufbau auch während der Implantation erfolgen. Bei fortgeschrittenerem Abbau muss der Aufbau im Vorfeld erfolgen.  

Grundsätzlich bietet Ihnen eine implantologische Versorgung die gleichen Möglichkeiten wie die konventionelle Behandlung eines zahnlosen Kiefers. Die Zahnmedizin unterscheidet beim Zahnersatz zwischen herausnehmbaren und festsitzenden Modellen. Beide Optionen erhalten durch eine unterliegende Implantatversorgung einen festen Halt und liefern einen hohen Tragekomfort.

Welche Option für Sie die beste Behandlungsmethode darstellt, hängt ganz von Ihren persönlichen Ansprüchen und Vorlieben ab.

Wir beraten Sie gerne zu den Merkmalen der jeweiligen Lösung.

Die Sofortimplantologie ist ein fortschrittliches Verfahren in der Zahnmedizin, das es ermöglicht, verlorene Zähne unmittelbar nach dem Zahnverlust durch Implantate zu ersetzen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Implantatverfahren, bei denen eine längere Einheilzeit erforderlich ist, ermöglicht die Sofortimplantologie eine sofortige Wiederherstellung der Zahnlücke.

Der Prozess der Sofortimplantologie beginnt mit einer gründlichen Untersuchung des Patienten, um die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen festzustellen. Wenn festgestellt wird, dass die Knochenstruktur ausreichend ist und keine zusätzlichen Behandlungen wie Knochenaufbau erforderlich sind, kann das Implantat sofort nach dem Zahnverlust eingesetzt werden.

Der eigentliche Eingriff erfolgt in der Regel im Dämmerschlaf. Der Zahnarzt öffnet das Zahnfleisch, um Zugang zum Kieferknochen zu erhalten, und setzt das Implantat ein. Das Implantat ist eine kleine Schraube aus Titan oder einem ähnlichen Material, das fest im Kieferknochen verankert wird und als künstliche Zahnwurzel dient.

Nach dem Einsetzen des Implantats wird das Zahnfleisch wieder verschlossen, und eine provisorische Krone oder Brücke wird befestigt. Dies ermöglicht es dem Patienten, sofort nach dem Eingriff mit einem ästhetisch ansprechenden Ersatzzahn zu essen und zu sprechen. In den folgenden Wochen und Monaten wird das Implantat mit dem Kieferknochen verschmelzen, was zu einer stabilen Verankerung führt.

Die Sofortimplantologie bietet mehrere Vorteile. Zum einen spart sie Zeit, da der Patient nicht auf die Einheilzeit warten muss, wie es bei herkömmlichen Implantatverfahren der Fall ist. Darüber hinaus kann das ästhetische Ergebnis sofort erreicht werden, was für viele Patienten sehr wichtig ist. Zudem kann die Sofortimplantologie den Knochenverlust reduzieren, der nach dem Verlust eines natürlichen Zahns auftritt, da das Implantat den Kieferknochen stimuliert und so den Abbau verhindert.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht jeder Patient für die Sofortimplantologie geeignet ist. Die Knochenstruktur und die individuellen Gegebenheiten müssen sorgfältig bewertet werden, um sicherzustellen, dass das Verfahren erfolgreich ist. Daher ist es ratsam, einen erfahrenen und qualifizierten Implantologen aufzusuchen, der eine genaue Diagnose stellen und die beste Behandlungsoption empfehlen kann.

Insgesamt bietet die Sofortimplantologie eine vielversprechende Lösung für den Ersatz von verlorenen Zähnen. Mit dieser innovativen Technik können Patienten schnell und effektiv ihre Zahnlücken schließen und ein ästhetisch ansprechendes, funktionales Lächeln wiedererlangen.

Der Verlust aller Zähne im Kiefer kann zu erheblichen funktionellen und ästhetischen Einschränkungen führen. In solchen Fällen kann die Implantologie eine effektive Lösung bieten, um die Kaufunktion wiederherzustellen und das Aussehen des Gesichts zu verbessern.

Bei der Implantologie für den zahnlosen Kiefer werden mehrere Implantate strategisch im Kieferknochen platziert, um eine feste Basis für die Befestigung einer prothetischen Restauration zu schaffen. Durch die Verwendung von Implantaten wird die Kaukraft besser verteilt und das Knochengewebe erhält die notwendige Stimulation, um dem Knochenabbau entgegenzuwirken.

Wir berücksichtigen dabei die individuellen anatomischen Gegebenheiten des Patienten.

Um die bestmögliche Implantatpositionierung zu erreichen. Dabei können verschiedene Implantattypen wie Zylinder- oder Schraubenimplantate zum Einsatz kommen. Die Implantate werden in den Kieferknochen eingesetzt und benötigen einige Zeit, um sich mit dem Knochen zu verbinden (Osseointegration). 

Nachdem die Implantate eingesetzt wurden, wird ein temporärer Zahnersatz auf den Implantaten befestigt. Dies ermöglicht es dem Patienten, sofort nach dem Eingriff wieder normale Aktivitäten wie Essen und Sprechen aufzunehmen. In den folgenden Wochen und Monaten wird der Kieferknochen mit den Implantaten verschmelzen, was zu einer noch festeren Verankerung führt.

Nach der Einheilzeit wird der temporäre Zahnersatz durch einen dauerhaften, individuell angefertigten Zahnersatz ersetzt. Dieser Zahnersatz wird an den Implantaten befestigt und bietet dem Patienten ein ästhetisch ansprechendes und funktionales Gebiss, das den natürlichen Zähnen sehr nahekommt.

Die Implantologie bei zahnlosem Kiefer bietet mehrere Vorteile. Zum einen ermöglicht sie eine feste Verankerung der prothetischen Restauration, was dem Patienten ein größeres Vertrauen beim Essen und Sprechen gibt. Im Vergleich zu herkömmlichen herausnehmbaren Prothesen bieten implantatgestützte Restaurationen eine verbesserte Ästhetik, da sie natürlicher aussehen und das Gesicht besser unterstützen können.

Darüber hinaus fördert die Implantologie bei zahnlosem Kiefer den Erhalt des Kieferknochens. Implantate stimulieren den Knochen ähnlich wie natürliche Zahnwurzeln und helfen so, den Knochenabbau zu verhindern, der bei zahnlosem Kiefer häufig auftritt.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Implantologie bei zahnlosem Kiefer eine individuelle Behandlungsplanung erfordert. Jeder Fall ist einzigartig, und die Anzahl und Position der Implantate kann je nach Knochenqualität und individuellen Bedürfnissen variieren.

Wir beraten Sie gern und stehen Ihnen mit unserer Expertise im Bereich der Implantologie gerne zur Verfügung.

Zahnimplantate sind eine beliebte und effektive Methode, um verlorene Zähne zu ersetzen und das Gebiss wiederherzustellen. Obwohl die Erfolgsrate von Zahnimplantaten in unserer Praxis sehr hoch ist, wie bei jedem medizinischen Verfahren gibt es auch bestimmte Risiken und mögliche Komplikationen, die beachtet werden sollten.

Eine mögliche Komplikation bei Zahnimplantaten ist eine Infektion. Obwohl sorgfältige sterile Techniken angewendet werden, kann es dennoch zu einer Infektion kommen.

Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Nachsorgebesuche beim Zahnarzt sind entscheidend, um Infektionen zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten Komplikationen und Risiken im Zusammenhang mit Zahnimplantaten sehr selten auftreten und in den meisten Fällen vermieden oder behandelt werden können.

Implantate bieten gegenüber herausnehmbarem Zahnersatz mehrere Vorteile:

  1. Stabilität und Komfort: Implantate sind fest im Kiefer verankert und bieten eine äußerst stabile Basis für den Zahnersatz. Im Gegensatz zu herausnehmbaren Prothesen, die sich manchmal lockern oder verrutschen können, sitzen Implantate sicher und fühlen sich natürlicher an. Dadurch ermöglichen sie ein angenehmes Kaugefühl und eine bessere Sprachfunktion.

  2. Ästhetik: Implantate sehen natürlicher aus als herausnehmbarer Zahnersatz. Da sie fest im Kiefer verankert sind, gibt es keine sichtbaren Klammern oder Halterungen, die das Erscheinungsbild beeinträchtigen könnten. Implantatgetragener Zahnersatz passt sich harmonisch an das Gesicht an und bietet ein ästhetisch ansprechendes Lächeln.

  3. Erhalt des Kieferknochens: Implantate stimulieren den Kieferknochen ähnlich wie natürliche Zahnwurzeln. Dadurch wird der Knochenabbau verhindert oder verlangsamt, der bei herausnehmbarem Zahnersatz oft auftritt. Der Erhalt des Kieferknochens trägt zur langfristigen Stabilität des Gebisses und des Gesichtsprofils bei.

  4. Beibehaltung der umliegenden Zähne: Implantate werden unabhängig von den benachbarten Zähnen eingesetzt, was bedeutet, dass gesunde Zähne nicht beschliffen oder beeinträchtigt werden müssen, wie es bei Brücken der Fall sein kann. Dadurch bleiben die natürlichen Zähne intakt und gesund.

  5. Langlebigkeit: Implantate bieten eine langfristige Lösung für den Zahnersatz. Mit einer guten Mundhygiene und regelmäßiger Nachsorge können Implantate Jahrzehnte halten. Im Vergleich dazu kann herausnehmbarer Zahnersatz im Laufe der Zeit anpassungs- und verschleißanfällig sein, was häufige Anpassungen oder Ersatz erforderlich machen kann.

Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich bei Implantaten an den Kosten im Rahmen des Festzuschusses. Sie erhalten von uns nach der Diagnose den Heil- und Kostenplan, welchen Sie dann bei der Krankenkasse einreichen. Auch besteht bei einigen Zusatzversicherungen die Möglichkeit, diese mit dem Beginn der implantologischen Behandlung abzuschließen. Bei privat versicherten Patienten gilt der jeweilig abgeschlossene Tarif und der darin enthaltene Leistungsumfang. Auch als Mitglied der PKV stehen Ihnen Zusatzversicherungen zur Verfügung.

Es ist wichtig, sich bei der Krankenkasse oder der zuständigen Versicherungsgesellschaft zu erkundigen, um genaue Informationen über die Kostenübernahme für Zahnimplantate zu erhalten.

Wir beraten Sie gerne im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs. Auch besteht oftmals die Möglichkeit eine Zusatzversicherung mit Beginn der Behandlung abzuschließen.